+49 177 8658520

Coaching für Berufsmusiker*innen
Therapeutische Arbeit am Instrument

 

Als konzertierender Musiker, Coach und Heilpraktiker für Psychotherapie kenne ich die besonderen Anforderungen des Musikerberufs aus eigener Erfahrung.

Musiker*innen arbeiten mit dem eigenen Körper, mit hoher Sensibilität, mit Ausdruck, Disziplin und innerer Präsenz. Gleichzeitig ist der Beruf oft von frühem Leistungsdruck, Konkurrenz, Einsamkeit, körperlicher Belastung und dem Anspruch geprägt, immer funktionieren zu müssen.

Das Instrument ist dabei mehr als ein Werkzeug zum Musizieren. Es zeigt, wie ein Mensch in Kontakt tritt: mit sich selbst, mit dem eigenen Körper, mit Klang, Leistung, Ausdruck, Kontrolle und innerer Freiheit. In der therapeutischen Arbeit am Instrument können Haltung, Atmung, Körperspannung, Bewegungsmuster und musikalische Gestaltung sichtbar und spürbar werden.

Oft zeigt sich beim Spielen sehr deutlich, wie jemand mit Druck, Fehlern, Erwartungen oder Bewertung umgeht. Stressmanagement wird hier nicht abstrakt besprochen, sondern unmittelbar erfahrbar: Was geschieht im Körper, wenn eine schwierige Stelle kommt? Wird der Atem eng? Werden die Schultern fest? Wird der Klang kleiner? Entsteht Kampf, Rückzug oder Überanpassung?

Typische Themen können sein:

  • sehr früh getroffene Berufsentscheidungen
  • Umgang mit Hochbegabung und hohen Erwartungen
  • Konkurrenz, Wettbewerbsdruck und permanentes Verglichenwerden
  • einseitige Ausbildung ohne ausreichenden körperlichen und seelischen Ausgleich
  • Unterdrückung von Spontaneität und eigenen Impulsen zugunsten von Funktionieren, Kontrolle und Routine
  • Lampenfieber, Auftrittsangst und Versagensdruck
  • kreative Blockaden und Verlust der Freude am Musizieren
  • Burnout, Erschöpfung und Sinnkrisen
  • Einsamkeit und das Gefühl, mit den eigenen Themen allein zu sein
  • körperliche Fehlhaltungen, Schmerzen und Beschwerden

Auch persönliche Themen können sich im musikalischen Prozess ausdrücken: Perfektionismus, Angst vor Sichtbarkeit, fehlende Erdung, übermäßige Kontrolle, Zurückhaltung, innere Unruhe oder der Wunsch, freier zu gestalten. Das Instrument wird dabei zu einem Spiegel, aber auch zu einem geschützten Übungsraum. Neue Haltungen können ausprobiert, verkörpert und über Klang unmittelbar erlebt werden.

Als Musiker, Heilpraktiker für Psychotherapie und Meditationslehrer bringe ich einen ganzheitlichen Blick auf diese Themen mit. In künstlerischen, beruflichen oder gesundheitlichen Krisen geht es oft darum, alte Glaubenssätze, Übemuster und Arbeitsweisen zu hinterfragen. Was früher getragen hat, kann irgendwann eng werden. Dann braucht es einen Raum, in dem neue Beweglichkeit entstehen darf: körperlich, seelisch und künstlerisch.

Dafür nutze ich:

  • therapeutische Gespräche
  • Körperwahrnehmung
  • Aufstellungen
  • kreative Medien
  • Hypnosetherapie
  • Meditation und Achtsamkeit
  • die Arbeit am Instrument selbst

Klang, Körperhaltung, Atmung, innerer Anspruch und der Zugang zum Werk werden dabei zum Spiegel. Sie zeigen oft sehr genau, wo Spannung entsteht und wo wieder mehr Freiheit möglich wird.

Besonders das freie Improvisieren am Hauptinstrument oder an einem der vielen Instrumente aus meiner Sammlung kann helfen, die ursprüngliche Freude am Musizieren neu zu entdecken.

Ziel ist nicht, noch besser zu funktionieren. Ziel ist, wieder lebendiger, freier und wahrhaftiger mit sich selbst, dem eigenen Körper und der Musik in Kontakt zu kommen.